| Auch die Namen der Straßen, an denen das GaW liegt, sind geschichtsträchtig: Auszug aus dem vom Dürener Geschichtsverein herausgebrachten Buch "Dürener Straßennamen" Bismarckstraße nach Fürst Otto von Bismark, deutscher Staatsmann, geboren: 1.4.1815, gestorben 30.7.1898 in Friedrichsruh. Seine Politik führte zur Gründung des Deutschen Reiches unter preußischer Vormachtsstellung. Am 21.3.1895 zum Ehrenbürger der Stadt Düren ernannt. Die Anlage der Bismarckstraße geschah unter der Protektion des Kommerzienrates und Teppichfabrikanten Philipp Schoeller (6.12.1833 - 16.8.1904), dessen Villa mit Park an der Stelle des heutigen Wirteltorplatzes lag. Das Terrain an der Eisenbahnstraße und der Köln-Wirteltor-Promenade, durch welches die Bismarckstraße projektiert war, hatte Philipp Schoeller von Prym erworben. Er stellte dies unentgeltlich der Stadt zum Ausbau der Straße zur Verfügung. Es ergaben sich aber Schwierigkeiten mit den Wasserläufen in diesem Gebiet. Der "hohle Graben" (heute Moltkestraße) musßte in den "Stadtgraben" zur "Pangsmühle" und bis zur "Wirteltränke" geführt werden. Zu diesem Zwecke erfolgte durch Beschluß vom 29.5.1890 die Tieferlegung des Pangsmühlenbaches und seine Kanalisierung. Am 4.3.1890 hatte PHilipp Schoeller ein Gesuch eingereicht, im Zuge der Bismarckstraße einen freien Platz für ein Denkmal an der Kreuzung dieser Straße mit der "Grabenstraße" (heute Moltkestraße) vorzusehen. Am 27.11.1891 wurde ein notarieller Vertrag zwischen der Stadt und Philipp Schoeller wegen der unentgeltlichen Übergabe des Terrains der Bismarck- und der Moltkestrasse an die Stadt und deren Ausbau geschlossen. Der Ausbau begann 1892. Schon am 25.9.1982 folge die Einweihung des von Uphues geschaffenen Bismarckdenkmals mit den Reliefbildnissen von Roon und Moltke und der Figur der Klio, der Muse der Geschichte. Beim Angriff auf Düren am 16.11.1944 wurde das Denkmal schwer beschädigt. Am 31.1.1949 beriet man im Stadtrat über die Entfernung bzw. Umgestaltung des Denkmals. Die Bismarckfigur fand danach Aufstellung im Stadtgarten bei der Stadthalle. An der Bismarckstraße ist der Anna-Peltzer-Garten (heute Gelände des ehemaligen City-Bades) zu erwähnen, der aus Anlaß der 1000jährigen Zugehörigkeit zum Reich am 11.7.1925 von der Stadt erworben wurde. Am 21.6.1928 erwarb die Stadt von den Erben Philipp Schoeller den "Schoellerpark" in einer Größe von 22.2205 m², welcher der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. In der "Villa Anna Peltzer" war bis zur Zerstörung Dürens neben anderen stadt. Verwaltungsstellen das Stadtarchiv untergebracht. Moltkestraße nach Helmuth Karl Bernhard von Moltke, preuß. Generalfeldmarschall, 26.10.1800 - 24,4.1891 (Berlin), Planer und Leiter der deutschen Einigungskriege von 1864,66 und 70/71, Vollstrecker der Politik Bismarcks. Im Jahre 1859 wohnte Generalstabschef von Moltke bei Gelegenheit der Herbstmanöver zehn Tage im Hause des Farbrikanten Leopold Hoesch in der Wirtelstraße. An diesem Hause ließ die Stadt eine Gedenktafel anbringen. Zur Erinnerung schenkte Wilhelm Hoesch 1899 ein Moltkebild für den Sitzungsaal im Rathaus. Am 22.3.1902 war die Einweihung des Molke-Denkmals auf dem Platze an der Weierstraße. Am 10.4.1890 wurde die "Grabenstraße" (Hohler Graben) in "Moltkestraße" umbenannt, deren Ausbau 1892 begann. Das Gelände war von dem Fabrikanten Philipp Schoeller geschenkt worden. Die Straße sollte die Verbindung zwischen Kreuzstraße und Kölner Chaussee (Kölnstraße) herstellen. Es ergaben sich aber Geländeschwierigkeiten, weshalb eine zwischenliegende Straße von Osten nach Westen erforderlich war, dann Durchführung bis zur Kreuzstraße (Ratsprotokoll vom 6.11.1888). Am 27.11.1891 notarieller Vertrag betr. Übergabe und Ausbau der STraße (s. Bismarckstraße). 1896 wurde die Moltkestraße bis zur Kölnstraße durchgeführt. Hans-Brückmann-Straße nach Hans (Johann Otto) Brückmann, * Linnich 13.10. 1897, Dr. jur., Abitur 1918 Jülich, Universität Bonn, 1921 Referendar in Königswinter und Moers, bei Beginn des Ruhrkampfes stellvertr. Bürgermeister in Neukirchen-Vluyn und Kettwig, wegen angeblicher Sabotage zwei Monate Zuchthaus in Werden, stellvertr. Landrat in Kempen (Ndrh.), 1924 Regierung Düsseldorf, Stadtrechtsrat, 1934 Beigeordneter, im Kriege Kapitänleutnant der Kriegsmarine, Gefangenschaft bis 1946, Stadtverwaltung Düsseldorf, vom 17.8.1948 Oberstadtdirektor in Düren bis zur Erreichung der Altersgrenze am 31.10.1962. Bei der Verabschiedung am 24.10.1962 wurde in Würdigung seiner Verdienste beim Wiederaufbau Dürens die Straße zwischen Bismarck- und Arnoldsweilerstraße nach ihm benannt. Am 17.11.1964 wurde die Grünanlage zwicshen der Hans-Brückmannstrsaße, dem GaW, der Stadthalle und der Bismarckstraße Theodor-Heuß-Park genannt. |