Das GaW und sein bilingualer Zweig

Gymnasium am Wirteltor, Düren
Das Gymnasium am Wirteltor ist eine Schule mit bilingualem Zweig Englisch, der Schülerinnen und Schüler durch ein erweitertes Unterrichtsangebot die Fähigkeit vermittelt, die englische Sprache in vielfältigen Situationen anwenden zu können. Der bilinguale Zweig bereitet die Schülerinnen und Schüler in besonderer Weise auf die sprachlichen und kulturellen Gegebenheiten in einem zusammenwachsenden Europa sowie in der englischsprachigen Welt vor. Auch dem zunehmenden Bedürf- nis nach sicherer Beherrschung der englischen Sprache in vielfältigen Wissensgebieten als Vorbereitung für das Berufsleben oder ein Studium trägt der bilinguale Unterricht Rechnung.

Wer im 5. Schuljahr in den bilingualen Zweig Englisch eintritt, braucht keine speziellen Kenntnisse, sollte aber eine Begabung für das Fach Deutsch sowie für mündliche und schriftliche Kommunikation haben. Grundlage ist eine grundsätzliche Eignung für das Gymnasium sowie eine erhöhte Belastbarkeit und Konzentrations- fähigkeit. Die Schülerinnen und Schüler erhalten in der 5. und 6. Jahrgangsstufe je sieben Wochenstunden Englischunterricht, um eine breite und zuverlässige Basis ab fremdsprachlichen Fähigkeiten und Kenntnissen zu erhalten. In der 7. Klasse setzt dann der eigentliche bilinguale Sachfachunterricht in dem Fach Erdkunde ein, das 3-stündig in englischer Sprache unterrichtet wird. Zu diesem Zeitpunkt wird auch eine 10-tägige Fahrt nach England (Hemel Hempstead) durchgeführt, bei der die Schülerinnen und Schüler das bisher Erlernte in Alltagssituationen in englischen Familien erproben können und und wichtige kulturelle und geographische Informationen über England in direkter Anschauung vermittelt bekommen. In Klasse 8 wird neben Erdkunde (2-stündig) auch das Fach Politik (3-stündig) erteilt, in Klasse 9 Erdkunde und Geschichte und in Klasse 10 Geschichte und Politik (jeweils 2-stündig).

Nach der Klasse 10 wird der bilinguale Unterricht in den Fächern Erdkunde und Geschichte (jeweils 3-stündig) fortgesetzt, während der Englischunterricht nach der Stundentafel erteilt wird. Das Abitur mit einer bilingualen Zusatzqualifikation wird erreicht mit einem Leistungskurs im Fach Englisch, der der erweiterten Sprachkompetenz Rechnung trägt, und in einer Prüfung in Erdkunde oder Geschichte im 3. Oder 4. Abiturfach. Bei einem entsprechenden Lehrerangebot kann das Fächer- angebot erweitert werden. In der Jahrgangsstufe 12 wird ferner der APIEL-Test an- geboten (Advanced Placement International English Language), der eine Zertifikation der Englischkenntnisse durch eine international anerkannte Organisation (College Board, English Testing Service, Princeton, USA) außerhalb der Schule ermöglicht.

Der bilinguale Unterricht ist an die Lehrpläne des jeweiligen Faches gebunden und somit auch in das allgemeine Unterrichtsangebot unserer Schule eingebettet. Deshalb nimmt er keine Sonderstellung ein, sondern ist integrierter Bestandteil des Schullebens. Er soll jedoch in spezifischer Weise dazu beitragen, durch Perspektivwechsel und die besondere Auswahl der Medien die eigene Lebenswirk- lichkeit zu reflektieren und somit Vorurteile und Klischees zu überwinden. Hierzu sollen auch Formen grenzüberschreitenden Lernens (fächerübergreifender Unterricht, Lernen vor Ort) herangezogen werden.

Der bilinguale Unterricht sensibilisiert die Schülerinnen und Schüler für die Rolle von Sprache im allgemeinen und die Bedeutung des Englischen als ’lingua franca’ im besonderen. Deshalb leistet er einen bedeutenden Beitrag zum interkulturellen Lernen. Wenn auch eine Zweisprachigkeit auf muttersprachlichem Niveau nicht erreicht werden kann, so werden doch vertiefende Sprachkenntnisse vermittelt, die weiter ausbaufähig sind und den allgemeinen europäischen Referenzrahmen für das Lernen und Lehren von Sprachen, herausgegeben durch den Europarat, in hohem Maße erfüllen.