CertiLingua

Gymnasium am Wirteltor, Düren
Das Gymnasium am Wirteltor nimmt seit dem Schuljahr 2007/2008 als Pilotschule an der Erprobungsphase teil und gehört damit bundesweit zu den ersten Schulen, die sich am Projekt CertiLingua beteiligt haben.

Das CertiLingua Exzellenzlabel soll den Absolventinnen und Absolventen den Zugang zu international orientierten Studiengängen erleichtern oder berufliche Perspektiven im europäischen bzw. internationalen Kontext ermöglichen.

Mit CertiLingua können Schülerinnen und Schüler ausgezeichnet werden, die mit dem Abitur besondere Qualifikationen in europäischer / internationaler Dimension nachgewiesen haben. Dazu gehört im einzelnen:

a) Beherrschung zweier moderner Fremdsprachen auf Niveau B2 des europäischen Referenzrahmens. Nach derzeitiger Regelung gilt „B2“ automatisch als erreicht, wenn eine in der Mittelstufe einsetzende Fremdsprache bis zum Abitur fortgeführt wird und im letzten Halbjahr mit mindestens „ausreichend“ abgeschlossen wird. Dabei muss diese Sprache nicht als Abiturfach gewählt werden.
Falls die Fremdsprache erst ab der Jahrgangsstufe 11 belegt wird (wie dies am GAW z.B. für Spanisch der Fall ist), kann theoretisch das Niveau B2 durch eine externe, in der Regel kostenpflichtige, Prüfung bei einem entsprechenden Institut nachgewiesen werden. Von Ministeriumsseite ist darüber hinaus angedacht, die Schulen selbst zur Abnahme solcher (dann kostenfreien) Prüfungen zu autorisieren. Die Belegung des Faches als Leistungskurs erhöht dabei sicherlich die Bestehenschancen, ist aber weder Voraussetzung noch Garantie für den Prüfungserfolg.
Weitere externe Zertifikatsprüfungen (z.B. DELF) können zusätzlich erbracht werden, sind für CertiLingua jedoch nicht notwendig. Die Fremdsprache muss außerdem unabhängig von DELF-Ergebnissen bis zum Abitur fortgeführt werden, da das letzte Schulhalbjahr maßgeblich ist.
Latein kann nicht mit eingebracht werden.

b) erfolgreiche Teilnahme an bilingualem Sachfachunterricht auf dem Niveau der Sekundarstufe II. Der Umfang dieses Unterrichts muss 90 Unterrichtsstunden in den letzten beiden Jahren vor dem Abitur betragen, was die bilingualen Schüler durch den zu belegenden Grundkurs erreichen.
Für die Nicht-Bilingualen Schüler ist die Einrichtung eines bilingualen Zusatzkurses Geschichte geplant, jedoch können wir dies aufgrund der Abhängigkeit von der Lehrerversorgung nicht garantieren.

c) Nachweis so genannter europäischer/internationaler Kompetenzen, zum einen auf theoretischer Ebene (die Schüler erwerben im Rahmen des regulären Unterrichts Wissen über Europa, z.B. in Geschichte, Sozialwissenschaften, Erdkunde), vor allem jedoch auf praktischer Ebene: gefordert ist die Teilnahme an einem europäischen/internationalen Projekt und dessen schriftlicher Dokumentation in der jeweiligen Fremdsprache. Dieses Projekt muss die Begegnung mit einem Partner im Ausland beinhalten, zur zeitlichen Dauer gibt es derzeit noch keine Vorgaben.
Das Projekt kann im Rahmen eines Schüleraustausches (z.B. USA), einer internationalen Jugendbegegnung (z.B. European Youth Parliament, Friedenscamp, etc.) oder eines Auslandspraktikums (z.B. Berufsorientierung in Jahrgangsstufe 11) durchgeführt werden und muss in jedem Fall vor Beginn mit der CertiLingua-Koordinatorin Frau Flach abgesprochen werden.

d) Überdurchschnittliche Leistungen: CertiLingua-Kandidaten müssen in den Fächern, die für CertiLingua relevant sind, also den beiden Fremdsprachen, dem bilingualen Sachfach sowie mindestens einem Fach, in dem Wissen über Europa vermittelt wird, sehr gute bis gute Leistungen nachweisen.

Wir bemühen uns, am GAW die nötigen Rahmenbedingungen herzustellen und alle CertiLingua-Kandidaten nach Kräften zu unterstützen. Von den CertiLingua-Interessenten erwarten wir im Gegenzug selbstverantwortliches Engagement und vor allem die Begeisterung für Europa und seine Sprachen.